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Einst vor langer Zeit wurde ein Mädchen geboren, das schön war wie die Nacht, und seine Seele war dunkel wie die Mondfinsternis zu seiner Geburtsstunde.
So begann die Lebensgeschichte Methusorghanas, unweit von hier, lediglich sechs Berge und neun Täler entfernt, im regionalen Kinderspital, genau in der Mitte zwischen Ost und West, aber ein bisschen nördlicher.
Ihre Mutter war Arbeiterin in der nahen Uhrenfabrik. Seit sie die Chefin in der Abteilung für die Synchronisation der Antigravitation mit dem Empfänger der Satellitenfunkuhr war, gab es keine Probleme mehr mit den Zeitbegleitern. Die fanden vorher doch tatsächlich manchmal nach einem Uhrendiebstahl nicht mehr zu ihrem Besitzer zurück (Uhren: So wurden früher die Zeitbegleiter genannt, als sie noch getragen werden mussten).
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Den Vater vermutete ihre Mutter zeitlebens in Urs, einem braven Nachbarn und Familienvater.
Aber da sich die Zeugung während der Fasnacht in der Damentoilette des «Frohsinns» ereignete und der Samenspender sich nie von seiner Ziegenmaske getrennt hatte, war sie sich nie ganz sicher.
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Schon während ihrer Kindergartenzeit bemerkte Methusorghana, die von den Leuten schon bald nur noch Sorgha gerufen wurde, dass sie über Fähigkeiten verfügte, die gleichaltrigen wie andersaltrigen völlig abgingen.
Sie konnte ihre Umgebung nach ihren Vorstellungen beeinflussen.
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Bei andern Gelegenheiten fand sie heraus, dass es ratsam war, bei gewissen Wirkungen nicht als Verursacherin erkannt zu werden.
Oft hätte man Sorgha im Wald mit den Pflanzen und Tieren sprechen sehen können, hätte sie nicht dafür gesorgt, dass sie dabei niemals beobachtet wurde. Allerdings schien sie selten gleicher Meinung mit den Bäumen, denen ihre Lebensweise offensichtlich missfiel.
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Dass ihr bei jeder Zauberei irgendwo ein Pickel wuchs, der nie mehr verschwand und zur Warze wurde, bemerkte sie erst, als sich bei den Mitteenagern die Haut nach langer Pubertät langsam wieder glättete.
Nur Sorghas Aussehen wich nicht dieser natürlichen Anmut und Schönheit, welche die andern Schülerinnen nun ihr eigen nennen durften.
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So behalf sie sich manchmal mit Zauberei. Sobald sie aber ihre Schönheit zauberte, hatte sie leider keine Kontrolle über die Dauer und die Nebenwirkungen der Verwandlung und erlebte so manche Enttäuschung im zwischenmenschlichen Bereich.
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So brachte diese grossartige Fähigkeit ihrem Dasein keine Freude. Ob die Pickel verschwunden und die Bäume voller Lob, wenn sie diese Kraft zum Guten benützt hätte, probierte sie nie aus. So versauerte sie und schöpfte nur noch Kraft aus ihrer Schadenfreude und dem Schrecken ihrer Opfer.
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Im Buch Pekamorphosen wird Ihnen, lieber Leser, eine Vielzahl boshafter Zaubereien geboten, die Sorgha ihren unschuldigen Opfern angedeihen liess. Wir nennen diese Verwandlungen Pekamorphosen, um in dieser Wortspielerei auch den Namen des Chronisten genannt zu haben.
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