autor
LB Dienstag, 3. November 2009

Pressetext und Bild

Pek zeigt in seinem Atelier "Zwischenverpflegung im Zirkus 1" (Sand auf mitteldichter Faserplatte)
für hochauflösendes Jpeg bitte Bild oben anklicken

Poesie trifft schrägen Humor

Pek lädt zur Vernissage in Niederdorf/BL

Am 6. November lädt Pek Krattiger in seinem Tonstudio in Niederdorf zur Vernissage mit neuen Bildern, die in Sand, pigmentiertem Mörtel, Kreide, Kohle, Aquarell, Öl und Mischtechniken gehalten sind. Um 20 Uhr wird Christine Studer die interessierten Besucher in der Gewerbezone Bachmatten (Süd) 1 willkommen heissen. Die Building Labour at Night Shift der Andi Jörin Drumschool wird darauf die Ausstellung mit einer packenden Darbietung eröffnen.

Eine Serie von Werken hat das Thema "der Kuss" zum Inhalt. Man sagt, hier seien für eine streng wissenschaftliche Basis selbstaufopfernde Selbstversuche des Künstlers vonnöten gewesen: Der Künstler stellte sich die Aufgabe, den Kuss aus der Sicht des zu Küssenden zu zeigen, indem man stufenweise die optische Verzerrung der sich nähernden Augen darstellt …
Der aufmerksame Insider vermutet bei diesen Arbeiten eine Verwandtschaft zu Peks "Fühliens" (Wesen, die nur aus Gefühl bestehen). Ein solches ist auch bei dieser Ausstellung als Triptychon zu sehen.

Bei manchen Bildern so auch bei "Zwischenverpflegung im Zirkus 1" (Sand auf mitteldichter Faserplatte) (Bild) mag der geneigte Besucher auch eine erotisch humoristische Verbindung erkennen.
Ganz im Gegensatz dazu steht "Das ist nicht eine Pfeife", wo die Bildaussage von Magritte schon fast blasphemisch in eine Dimension verbogen wird, die dem Betrachter wohl einzig Peks Humor näher bringen will.

Die kleine Briefmarkenserie beschreitet einen Weg, der möglicherweise auch in Zukunft zum Erkennungszeichen von politischer Karikatur aus der Feder Peks werden könnte.

Die Auseinandersetzung mit dem Themenkreis "behagliche Nähe" und "bedrohliche Nähe" zeigen des weiteren eine nachdenkliche Seite des Künstlers.

Vernissage, 6. November 2009 ab 20 Uhr, Ausstellung bis 21. November, ohne Voranmeldung an Freitagen, 19 – 21 Uhr, und an Samstagen und Sonntagen, jeweils 14–17 Uhr, im Musictown Pek Krattiger. Gewerbezone Bachmatten (Süd) 1, 4435 Niederdorf, www.pekamorphosen.ch

Ausschnitt eines Bildes der Serie "bedrohliche Nähe/behagliche Nähe" (nur Web-Qualität)

Top

Biographie, aufgefrischt

Pek Krattiger, am 4. März 1957 in Waldenburg (BL) geboren, hin- und hergerissen, welchem seiner Talente nun der Vorrang zu gewähren sei, entschied sich während seiner Ausbildungszeit an der Kunstgewerbeschule Basel in den 70ern vorerst für die Musik, nachdem er dort Stef Bürgi, den Keyboarder und Sänger von Irrwisch, kennengelernt hatte. Mit dieser Band wurden in den 80ern einige Erfolge auf europäischem Boden gefeiert, nachdem man sich zum Zwecke von verkäuflichen Schallplatten (leider) dazu entschieden hatte, den kultigen "Kammer-Rock" aus den 70ern, der niemals auf Platte erschienen war, hinter sich zu lassen.

In den 80ern gründete Pek Krattiger auch sein erstes Tonstudio. In Niederdorf/BL, inzwischen unter dem Namen Musictown, werden seit Jahren hochwertige Aufnahmen produziert.

Mit Musikcomputern schon bestens vertraut, begann er sich Anfang der Neunzigerjahre auch mit Computergrafik auseinanderzusetzen. Auch als Karikaturist machte er sich im Verbreitungsgebiet des Oltner Tagblatts einen Namen.

Ebenfalls Anfang der 90er-Jahre erwachte wieder der Drang zu zeichnen. Neben seinen Beschäftigungen als Musikproduzent, Studiomusiker, Layouter, Grafiker oder als Tontechniker bei Fernsehaufzeichnungen nationaler und internationaler Topacts der Rockmusik, trieb es ihn nächtelang, seine Pekamorphosen zu entwickeln. Es reizte ihn, anatomische Unmöglichkeiten glaubwürdig zu vermitteln.

1999 konnte er endlich von Frau und Freunden dazu überredet werden, diese Werke unter dem Haupttitel "Pekamorphosen" auszustellen. Inzwischen sind neben ein paar kleineren Ausstellungen bereits das Thema "Gemalte Musik" im 2001 und "Tango" im 2004 über die Bühne gegangen.

Die Mal- und Zeichenmittel Bleistift, Tusche, Aquarell, Oel und Kohle sind inzwischen mit diversen naturfarbigen Sandsorten und pigmentiertem Mörtel ergänzt worden. Die Verwandlungsserien wie die Visualisierungen von Musik sind gegenwärtig den Umsetzungen von Bewegung gewichen. Nicht das Einfrieren eines Moments ist das primäre Ziel sondern die Vermittlung der Richtung von Kraft und Dynamik in diesem Moment. Dazu werden in der Vorbereitung eines Werkes schon auch mal Videos minutiös nach der inspirierenden ultimativen 25stel-Sekunde abgesucht.

2009 gibt es wieder eine Bilderausstellung von Pek, nachdem er sich längere Zeit musikalischen Projekten zugewendet hat. Am 6. November 2009 wird eine Vernissage in seinem Tonstudio und Grafikatelier eine Ausstellung unveröffentlichter Werke eröffnen, die seit der letzten Ausstellung, aber vor allem in neuester Zeit, entstanden sind.

Top